Taize 2026 mit Don Bosco Youth
22 junge Menschen machten sich für eine Woche auf den Weg nach Taizé. Begleitet werden wir von Pater Johannes Kaufmann, Henrike Brenk und den Ordensschwestern Bashisha und Joyful. Von Würzburg aus beginnt die Reise nach einem Reisesegen am 16. September. Auf dem Weg nach Taizé werden die Pausen genutzt, um das sportliche Können der Reisenden zu testen, und bei einem Zwischenstopp in Karlsruhe wird die Gruppe dann vollzählig. Doch was suchen wir in Taizé?
Die Frage, warum sich so viele junge Menschen jedes Jahr nach Taizé aufmachen, hat sich der Prior Bruder Matthew auch in seinem diesjährigen Brief gestellt und ein paar Antworten dazu gefunden: Vielleicht suchten manche von uns Ruhe. Jedes der drei Gebete pro Tag enthält mehrere Minuten der Stille und manche von uns gingen besonders frühzeitig in die Kirche, um schon vorher die Ruhe dort auszukosten. Vielleicht suchten wir auch Gemeinschaft. Gemeinsam als Gruppe aßen wir fast jede Mahlzeit zusammen und trafen uns jeden Tag vor dem Abendessen, um uns über unseren Tag auszutauschen. Aber auch außerhalb der Gruppe lernte man neue Menschen kennen, sei es in der Warteschlange für die Essensausgabe oder bei abendlichen Aufenthalten am Oyak. Vielleicht suchten wir auch nach Frieden. So hatten wir am Freitagabend die Möglichkeit, für den Frieden zu beten, und erfuhren jeden Tag, wie ein friedliches Zusammenleben mit Menschen unterschiedlicher Herkunft aussehen kann.
Besonders spannend war der Austausch mit einem Bruder von Taizé, der uns von seinem Alltag in der Gemeinschaft erzählte und uns so hinter die Kulissen blicken ließ. Er beantwortete, warum Frauen derzeit noch nicht in den Taizéorden aufgenommen werden und, wie sein eigener Weg der Berufung aussah. Nur die Frage, welche steuerrechtliche Form Taizé einnimmt, konnte er leider nicht beantworten J. Einige von uns hatte auch die Möglichkeit, bei einem Treffen mit Bruder Matthew, dem Prior von Taizé dabei zu sein. Am letzten Abend, bevor es wieder nach Hause ging, machten wir uns noch auf, um die nahegelegene Stadt Cluny zu besuchen. Nachdem wir die Mauerreste der ehemals größten Kirche der Welt besichtigt hatten, gab es für jede*n noch eine Pizza - vermutlich für viele von uns die erste sättigende Mahlzeit seit Beginn der Reise. Am 23. September machten wir uns wieder auf den Rückweg - die Koffer voll mit Souvenirs und die Köpfe voller schöner Erinnerungen und Inspiration.
Text: Louise Sellmair / Bilder Don Bosco Youth

