4 Volos über die Don Bosco Volunteers Akademie

Veröffentlicht am: 25. September 2020
2020-FSJ-Beginn-3_large_cut

In den letzten Wochen hätte sich ein Haufen junger Menschen als Don Bosco Volunteers auf in die ganze Welt gemacht, um für ein Jahr in der salesianischen Sozial- und Jugendarbeit in weltweiten Projekten mitzuarbeiten. Doch leider brachte auch hier das Corona-Virus einiges durcheinander. Die momentane Situation ermöglicht derzeit keine Ausreise in die Einsatzländer, doch soll es das gewesen sein? Dann eben gar kein entwicklungspolitischer Freiwilligendiest 2020/21? Zum Glück nicht!

Denn seit ein paar Wochen sind viele der Volontäre in der Jugendbildungsstätte Aktionszentrum Benediktbeuern, um an der neu geschaffenen „Don Bosco Volunteers Akademie“ teilzunehmen. Was genau dahinter steckt, welche Erwartungen und Hoffnungen die Teilnehmer*Innen haben, verraten euch Sara, Josias, Lina und Veronika.

Sara: Seit zwei Wochen verbringe ich meine Zeit hier in Benediktbeuern, wo ich gemeinsam mit einer supercoolen, netten und lebensfrohen Gruppe von Freiwilligen interessante Dinge im pädagogischen wie entwicklungspolitischen Kontext lerne, sowie eine unvergessliche Zeit mit tollen Aktivitäten erleben darf. [] Besonders faszinierend und spaßig finde ich die Vielfalt an Angeboten und Gestaltungsmöglichkeiten unserer Tage: Von Zumba und Impro-Theater über Spanisch- und Vietnamnesisch-Kurse, Wochenendausflug zum Kochelsee, Volleyball und Yoga wird so einiges geboten. So können wir unsere Talente auf einmalige Weise einbringen und den anderen helfen, eigene Stärken und Schwächen zu entdecken. In diesem Sinne vergehen die Tage wie im Flug...

Josias: In dieser Woche erwarten uns als Gruppe weitere Seminare, Vorträge und Workshops zu den verschiedensten Themen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und unsere Auseinandersetzung mit den, von der Weltgemeinschaft festgesetzten, „Sustainable Development Goals“(SDG). Zu Beginn der Akademie bin ich mit gemischten Gefühlen angereist. Ich habe mich gefragt, ob ein Studium oder ein Inlandsfreiwilligendienst nicht sinnvoller seien. Francescos und Niklas´ Motivation und Enthusiasmus für die Akademie haben mich jedoch zu einer Entscheidung für die Akademie bewogen. Dies hat sich auf jeden Fall gelohnt, da die Akademie eine einzigartige Möglichkeit bietet eigene Ideen zu verwirklichen und Projekte gemeinsam anzugehen. Auch die vielen neuen Impulse der verschiedenen Referent*innen geben Anlass, Schwierigkeiten selbstbewusster anzugehen und neue Wege für sich zu entdecken.

 

Das Programm, das die ersten Monate des Freiwilligendienstes ersetzen soll, besteht also aus Vorträgen, thematischen Sessions und verschiedenen Workshops. Abends und an Wochenenden können die Volunteers an Kultur- und Freizeitangeboten teilnehmen oder an der Durchführung eigener Aktionen arbeiten. Das große Thema der Akademie sind sie SDG („sustainable development goals“), von der UN festgeschriebene Werte einer nachhaltigen, gerechten, ökologischen und menschenwürdigen Entwicklung, bzw. deren Kernthemen: Planet, People, Prosperity, Peace und Partnership.

Lina: Ich kam mit vielfältigen Erwartungen in die Akademie und konnte mir zu Beginn noch nicht ganz vorstellen, wie mein Alltag nun aussehen wird und was mich in kommender Zeit erwartet. Nach den ersten Tagen änderte sich dies jedoch schnell und ich bin froh, dass ich hier so viel Neues ausprobieren und lernen kann. Ich habe das Gefühl, dass viele der Dinge, die ich hier lerne, mich für meinem weiterem Weg prägen werden, und ich mich hier persönlich weiterentwickeln kann. Besonders die Begegnungen und Gespräche mit den anderen Volontären, aber auch mit den Salesianern und Referenten bringen einen immer wieder auf neue Gedanken und bieten Denkanstöße. Auf der anderen Seite macht es natürlich auch viel Spaß, mit Gleichaltrigen in einer ähnlichen Situation zu leben und gemeinsam Erfahrungen zu machen. Ich hoffe, dass die kommende Zeit genauso schön, spaßig und interessant wird wie die vergangenen Wochen.

Sara: Im entwicklungspolitischen Rahmen arbeiten wir momentan an einem Projekt, mit dem wir das Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung stärken wollen. Dieses steht noch in den Startlöchern, wird aber sicher eine spannende Erfahrung. Was ich hier besonders genieße, ist das "in den Tag hineinleben". Man kann so viel erleben in der wunderbaren Gemeinschaft, der idyllischen Umgebung und mit immer wieder neuen Referenten.

 

Nach den ersten Wochen findet für die Teilnehmer*Innen ein weiterer Teil statt: ein dreiwöchiges Praktikum in einer der Jugendhilfe- und Bildungseinrichtungen der Salesianer Don Boscos in Deutschland statt, wo sie die Arbeit und Herausforderungen der Sozialarbeit in Deutschland kennenlernen.

Sara: Das nächste Highlight, auf das ich mich schon freue, wird ein praktischer Einsatz sein. In verschiedenen Einrichtungen der Salesianer Don Boscos bekommen wir Freiwillige einen ersten hautnahen Einblick in die Jugendarbeit bei Don Bosco. Die Kinder zu betreuen, mit ihnen Spaß zu haben, zu spielen, zu lachen und zu lernen, ist das, was ich mir eigentlich für dieses ganze Jahr im Ausland vorgestellt hätte. Toll, dass wir als Auslandsvolos auch in Deutschland die Möglichkeit bekommen, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. Der große Traum der Ausreise ist natürlich immer präsent und mit einer großen Vorfreude verbunden. Hoffentlich klappt's!

Josias: Danach werde ich nach Ensdorf in ein Umweltpraktikum gehen. Zu viert werden wir mit Kindern und Jugendlichen verschiedene Aktionen durchführen, die sich mit dem Thema Umwelt beschäftigen. Ein Graffiti gestalten, eine Waldaktivität, die Betreuung in der Schule und viele weitere Dinge sind geplant.

Lina: Ich werde mich auf den Weg nach Würzburg machen, um dort mit zu arbeiten. Während des Praktikums können wir die Arbeit der Salesianer noch näher kennenlernen und uns sozial engagieren.

Veronika: Ich freue mich besonders darauf neue Leute und eine neue Einrichtung kennenzulernen. Zudem freue ich mich auf die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen und die vielen neuen Erfahrungen, die ich sammeln werde.

 

Aus einer unklaren Situation, ob ein Freiwilligendienst und Corona miteinander vereinbar sein können, ergab sich nun dank viel Engagement und Einsatz ein Projekt, das die Volontär*Innen in ähnlicher Weise weiterbringen soll. Was erhoffst du dir von der Akademie?

Sara: Von der Akademie erhoffe ich mir vielfältige Erfahrungen, was die Inhalte und Menschen betrifft. Es ist sehr spannend, auf diese Weise herauszufinden, wofür ich mich mehr oder weniger interessiere und beruflich vorstellen kann. Im Endeffekt möchte ich mich perfekt auf meinen Freiwilligendienst vorbereitet fühlen und einen Schatz an Erfahrungen, Begegnungen und praktischen Tipps im Umgang mit Kindern mit nach Afrika oder wohin es mich später sonst zieht nehmen. Danke für die tolle Zeit bis hierher!“

Josias: Ich hoffe im Rahmen der Akademie zu lernen, mit Kindern und Jugendlichen Spaß zu haben, sie gleichzeitig jedoch auch als Bezugs- und Aufsichtsperson zu betreuen. Ich möchte gerne neue Spiele, Konzepte und Methoden kennenlernen, um mit Kindern und Jugendlichen, gerade aus schwierigen Verhältnissen, sinnvoll zu arbeiten und ihnen ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit vermitteln zu können. Ich will meinen eigenen Horizont erweitern, auch indem ich die Möglichkeit erhalte mit Menschen zu arbeiten, mit denen ich in meinem Alltag nicht viel Kontakt habe. Ich denke, dass mir solche Erfahrungen und Begegnungen viel Positives geben können. Ich lerne meine eigene Sicht auf Dinge kritisch zu hinterfragen und über meinen eigenen Teller hinweg zu schauen. Zudem hoffe ich, selbst an mir arbeiten zu können und an Fehlern und Zweifeln zu wachsen. Hierbei hilft die tolle Gemeinschaft und die gute Resonanz in der Gruppe.

Veronika: Ich bin sehr froh, dass wir die Möglichkeit bekommen haben, trotz aller Umstände einen Freiwilligendienst machen zu können. Die intensive Vorbereitung nicht nur auf unseren Freiwilligendienst sondern auch darüber hinaus finde ich sehr schön und interessant, da ich bereits vieles mitnehmen und lernen konnte.

Wir wünschen den Teilnehmenden viel Spaß und Erfolg und drücken die Daumen, dass es mit der Ausreise zu einem späteren Zeitpunkt klappt!!!